Informationsaustausch mit Vertretern des BDKJ in Münster

Pressemitteilung

Zum Motto des BDKJ
Zum Motto des BDKJ "katholisch, politisch, aktiv" diskutierten die CDU-MdBs des Münsterlandes mit Vertretern der Verbände des BDKJ in Münster: v.l.: Karl Schiewerling, Reinhold Sendker, Sybille Benning (4.v.l.) und Anja Karliczek (7.v.l.)
Die Verbandsarbeit der katholischen Jugendverbände im Bistum Münster stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde der CDU-Bundestagsabgeordneten des Münsterlandes mit Vertretern der Jugendverbände des Bundes der deutschen 
katholischen Jugend in Münster.
Neben dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordeten Reinhold Sendker (Westkirchen) nahmen auch seine Bundestagskollegen Karl Schiewerling (Coesfeld), Sybille Benning (Münster) und Anja Karliczek (Steinfurt) an dem Gedankenaustausch teil.

 Die beiden Diözesanvorsitzenden Kerstin Stegemann und Lukas Tekampe stellten die Mitgliedsverbände und ihre vielfältigen Aktivitäten vor. Im Bistum Münster sind rund 80.000 Jugendliche und junge Erwachsene in den verschiedenen Verbänden organisiert. Gesprächsinhalt waren zunächst die konkreten Auswirkungen des Bundeskinderschutzgesetzes auf die Jugendverbandsarbeit. Im Zuge der präventiven Bekämpfung des Mißbrauchs an Kindern und Jugendlichen verpflichtet das Gesetz die Verbände, für Gruppenleiter erweiterte Führungszeugnisse vorzulegen und diese eigenverantwortlich zu verwalten. Hier stoße die ehrenamtliche Arbeit vor Ort auch vor dem Hintergrund der strafrechtlichen Verantwortung an Grenzen. Der bürokratische Aufwand sei enorm und die praktische Handhabung in den verschiedenen Jugendämtern sehr unterschiedlich. Reinhold Sendker verwies hierzu darauf, dass das Bistum Münster auf allen Ebenen eine hervorragende Präventionsarbeit leiste. Er sicherte mit seinen Kollegen zu, sich für eine Entschärfung des bürokratischen Aufwandes einzusetzen. Weiterer Themenschwerpunkt war die Forderung des BDKJ nach mehr Freiraum für Kinder und Jugendliche. Durch die lange Bindung mit Ganztagsbetrieb in den Schulen könne häufig die Gruppenarbeit 

vor Ort nur noch in den Abendstunden erfolgen. Auch die Belastungen von Studenten mit Klausuren in den Ferien führe dazu, dass dadurch Gruppenleiter für Ferienfreizeiten fehlten. Gerade auch in den überregionalen Gremien der Jugendverbandsarbeit nehme dadurch die Zahl der Engagierten ständig ab und die Gesamtzahl der Mitglieder sei stark rückläufig. Diese Problematik war den Bundestagsabgeordneten bekannt. Es gehe hierbei darum, mit Blick auf die Schullandschaft vor Ort regionale Lösungen zu erreichen. Die Zunahme von Ganztagsschulen werde man nicht zurücksschrauben können. Weiter beklagten die Vertreter der Verbände den ständig zunehmenden bürokratischen Aufwand insbesondere bei Beantragung von Fördermitteln des Landes NRW. Insbesondere wurde bemängelt, dass nur langfristig angelegte Planungen von Veranstaltungen mit langen Vorlauffristen gefördert würden. Für kurzfristige Projekte gebe es keine Förderung. Insgesamt stiegen die Anforderungen und der Aufwand für die ehrenamtliche Verbandsarbeit immer weiter an. Dies führe dazu, dass es immer schwieriger werde, engagierte Ehrenamtliche zu finden. Zum Abschluss des Gespräches wurde vereinbart, den informativen Dialog fortzusetzen, denn die ehrenamtliche Jugendverbandsarbeit sei eine wichtige Säule der Gesellschaft, „besonders wenn wie hier neben sinnvoller und engagierter Freizeitgestaltung zentrale Werte vermittelt und vorgelebt werden“, so Reinhold Sendker abschließend.

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